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edupression
im Überblick

Alles zu Indikation, Anwendungs­­bereich und Evidenz.

Die digitale Therapie bei Depression1

edupression ist ein CE-gekennzeichnetes digitales Medizinprodukt der Klasse I. edupression wird unter der MiGeL-Positionsnummer 40.01.01.00.1 mit dem Pharmacode 1192679 geführt.

Unter den geltenden Voraussetzungen wird edupression nach ärztlicher Verordnung von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) vergütet. Massgeblich sind die anwendbaren Limitationen der MiGeL.

ICD-10-Codes: Diese Indikationen können mit edupression behandelt werden

F32.0

Leichte depressive Episode


F32.1

Mittelgradige depressive Episode


F33.0

Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode


F33.1

Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode

Die deutsche S3-Leitlinie empfiehlt für die Versorgung in Deutschland den Einsatz von dGA (IMI, internet- und mobilbasierten Interventionen) als First-Line-Therapie bei leichter Depression. edupression kann als Überbrückung bis zum Beginn einer Psychotherapie oder ergänzend zu einer laufenden Psychotherapie eingesetzt werden.2

dGA in der Depressionsbehandlung

Ein Mehrwert für Patient:innen und Praxis

dGA in der
Depressions­behandlung

Ein Mehrwert für Patient:­innen und Praxis

Zeitnaher
Therapiestart

edupression kann die Zeit bis zum Beginn einer Psychotherapie therapeutisch überbrücken und auch ergänzend zu einer laufenden Psychotherapie eingesetzt werden.

Orts- und zeitunab­hängige Behandlung

Mit einem internetfähigen Endgerät ist die Depressions­therapie per dGA immer verfügbar, wenn Ihre Patient:innen sie brauchen.

Vergütung über die OKP

Unter den geltenden Voraussetzungen wird edupression nach ärztlicher Verordnung von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) vergütet. Massgeblich sind die anwendbaren Limitationen der MiGeL.

Nachgewiesene Wirksamkeit

Die Wirksamkeit von edupression ist in einer randomisierten klinischen Studie nachgewiesen worden. Das macht die dGA edupression zu einer wirksamen Therapieoption bei Depression.

Deshalb edupression

Wie edupression Ihre Behandlung unterstützt

In der eFICASY-Studie wurde die Wirksamkeit von edupression im Vergleich zu einer Scheinbehandlung (1:1 Randomisierung) untersucht. In der Studie konnten ein signifikanter Rückgang des Depressionsschweregrades (PHQ-9-Wert) und eine signifikante Verbesserung der Depressionskompetenz durch die Nutzung von edupression nachgewiesen werden.3,4

Mehr erfahren

edupression beinhaltet verständliche und visuell ansprechende Infotexte, Videos und Quizzes, um Patient:innen mit Depression umfangreich über ihre Erkrankung aufzuklären. Zudem gibt es zahlreiche Übungen, u. a. zu Atmung, Achtsamkeit, Resilienz und Akzeptanz, dem Umgang mit Emotionen und Gedanken sowie progressiver Muskelrelaxation.

edupression kombiniert Psychoedukation, KVT-basierte Übungen und strukturiertes Verlaufsmonitoring. Die Psychoedukation steht dabei im Fokus – sie ist Teil aller 59 Therapieeinheiten von edupression.
edupression vermittelt u. a. Wissen über: 

  • Entstehung und Einflussfaktoren sowie Symptome und Verlauf einer Depression
  • Nervensystem und Stressreaktionen
  • Bewegung und Entspannung bei Depression
  • Therapieresistente Depression
  • Therapieoptionen und Antidepressiva-Therapie

edupression enthält KVT-basierte Übungen und Trainings zur Anwendung des gelernten Wissens. Therapiefeedback stellt edupression in Form von Berichten zur Verfügung – bspw. zu PHQ-9, Stimmungsdiagramm, Therapiesituation, Lernüberblick und Bipolarität.

Testcode anfordern

edupression aus Patientensicht testen

Um Ihren Patient:innen die Funktionsweise und Vorteile von edupression bestmöglich erklären zu können, haben Sie die Möglichkeit, das digitale Therapieprogramm selbst auszuprobieren. Mit unserem Testzugang erhalten Sie 3 Tage Zugriff auf die Inhalte von edupression, so wie sie Ihren Patient:innen zur Verfügung stehen.

Um den Testzugang nutzen zu können, benötigen Sie einen individuellen Zugangscode. Diesen fordern Sie einfach über das untenstehende Formular an – wir senden Ihnen den Code innerhalb kurzer Zeit per E-Mail zu.

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Evidenz

edupression –
das wirksame, evidenzbasierte Therapieprogramm bei Depression

Digitale Gesundheitsanwendungen können die Versorgung von Erwachsenen mit Depression ergänzen. edupression kann in der Schweiz unter den geltenden Voraussetzungen als Überbrückung bis zum Beginn einer Psychotherapie oder ergänzend zu einer laufenden Psychotherapie eingesetzt werden.1,2,5

edupression im Praxiseinsatz

Um den Einsatz von edupression im Praxisalltag zu beurteilen, führte eine Wiener Arbeitsgruppe um Prof. Lukas Pezawas eine retrospektive Analyse von Daten aus dem deutschen NeuroTransData-Register zur Effektivität, Therapieadhärenz und Nutzungsbindung von edupression durch.

Basis der Analyse

Basis der Analyse bildeten die Daten von 170 erwachsenen Patient:innen im Alter über 18 Jahren, denen edupression in Deutschland als DiGA zwischen dem 17. November 2023 und dem 1. Mai 2024 erstmalig als Mono- oder Zusatztherapie verschrieben wurde. Drei Viertel (73 %) der Betroffenen waren weiblich und 47 % hatten eine rezidivierende depressive Episode. Bei 83 % lag eine mittelschwere Depression vor, 73 % erhielten eine Pharmakotherapie.6

PHQ-9-Wert

Zwischen Baseline und Tag 90 hat sich der PHQ-9-Wert der Teilnehmenden um durchschnittlich 4,62 Punkte verbessert. In der Analyse war eine häufigere Nutzung von edupression mit einer stärkeren Abnahme des PHQ-9-Werts assoziiert: Bei Patient:innen, die edupression mehr als zweimal pro Woche nutzten, sank der Schweregrad der Depression um 5,32 PHQ-9-Punkte, bei jenen mit geringerer Anwendungsfrequenz (< zweimal pro Woche) nur um 2,87 Punkte.6

Studiendesign und -population

Die Zulassungsstudie von edupression ist die eFICASY-Studie. Ihr wurden besonders hohe Qualitätskriterien zugrunde gelegt. Die prospektive Studie (Deutsches Register Klinischer Studien (DRKS): DRKS00032121; ClinicalTrials.gov: NCT04839822) schloss 250 Patient:innen über 18 Jahren mit einer leichten bis mittelschweren Depression (definiert als PHQ-9* ≥ 5) ein, die im Verhältnis 1:1 zu einer Intervention mit edupression oder einer aktiven Scheinbehandlung (Sham-Kontrolle) randomisiert wurden.4

Den Teilnehmenden der Kontrollgruppe wurde eine App mit identischer Benutzeroberfläche und Stimmungsmonitoring zur Verfügung gestellt. Die aktive Kontrollanwendung enthielt keine spezifischen psychoedukativen oder KVT-basierten Inhalte von edupression, sondern allgemeine gesundheitsbezogene und populärpsychologische Inhalte sowie Entspannungstipps. Der primäre Studienendpunkt der eFICASY-Studie war der Depressionsschweregrad zu Woche 12. Die primäre Analyse der randomisierten kontrollierten Studie erfolgte gemäss dem Intention-to-treat-Prinzip (ITT-Prinzip).4

Die Nutzung von edupression war mit klinisch relevanten Verbesserungen im Vergleich zur Kontrollgruppe assoziiert. Bis Woche 12 der Studie verringerte sich der PHQ-9-Wert in der Interventionsgruppe um 2,3 Punkte (95 %-Konfidenzintervall [KI]: -3,5 bis -1,0) signifikant im Vergleich zur aktiven Kontrollgruppe (p < 0,001).4

Neben dem Depressionsschweregrad wurde auch die Depressionskompetenz in der eFICASY-Studie ermittelt (sekundärer Endpunkt). Die Messung erfolgte anhand des D-Lit-Fragebogens**. Bei den Nutzer:innen von edupression stieg die Depressionskompetenz von Baseline bis Woche 12 stetig an, während sie in der Kontrollgruppe nahezu unverändert blieb (D-Lit Differenz: 0,8; 95 %-KI: 0,2 bis 1,4; p = 0,016).4

Subgruppenanalysen innerhalb der Interventionsgruppe zeigen zudem: die Behandlungseffekte waren unabhängig vom Lebensalter, Geschlecht und Schweregrad der Depression sowie von einer Psychopharmakotherapie und Psychotherapie.4

Was unsere Depressions­spezialist:innen sagen

Dr. Harsha Buksh

Psychiater

edupression verstärkt
meine Therapie.

Ich habe lange gesucht, um ein digitales Medizinprodukt im Bereich Depression zu finden, das meinen Erwartungen entspricht. edupression gelingt das in jeder Hinsicht.

Dr. Emmalynn Mazzia

Psychologin

Ich kann auch zwischen zwei Therapiesitzungen den Fortschritt meiner Klient:innen beobachten.

Die Inhalte sind sehr informativ und praxisorientiert. Durch edupression kann ich mir auch in der Zeit zwischen den Therapiesitzungen ein gutes Bild machen.

Dr. Beth Murphy

Psychiaterin

Meine Patient:innen lieben edupression.

edupression bietet meinen Patient:innen hochklassige Inhalte – spannend, informativ und evidenzbasiert; sie lieben es einfach!

Patientenfälle

Die Firma SERVIER stellt als Kooperationspartner von edupression hilfreiche Informationsmaterialien über die digitale Depressionstherapie bereit – so auch mehrere von der Praxis inspirierte Patientenfälle. Die Fälle stehen Ihnen an zentraler Stelle auf dem Fachportal MyServier als Download zur Verfügung.

Zu MyServier

Referenzen/Quellen:

* PHQ-9: Patient Health Questionnaire-9

** D-Lit: Depression Literacy Questionnaire

  1. 
EUDAMED Registry https://ec.europa.eu/tools/eudamed/
  2. 
S3-Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Version 3.2, 2022, AWMF, Register-Nr. nvl-005
3.
  3. Preiß M, et al. (2023) Randomized controlled clinical trial of the efficacy of the digital self-help program edupression.com® in mild-to-moderate unipolar depressive patients (eFICASY-study). Neuroscience Applied. https://doi.org/10.1016/­j.nsa.2023.103615
  4. NICE Guideline on the Treatment and Management of Depression in Adults 2022; https://www.nice.org.uk/guidance/ng222
  5. Symposium „Affektive Erkrankungen: therapeutische Interventionen“, DGPPN-Kongress, 27.11.2024, Berlin