Die Geburt eines Babys ist ein freudiges Ereignis – Sie heißen einen neuen Menschen auf der Welt willkommen, und allein dieses Ereignis löst eine Menge starker Emotionen aus. Allerdings werden nicht nur positive Emotionen ausgelöst, vielmehr können Sie als junge Mutter auch Angst oder Unruhe oder sogar Depressionen erleben.
Bevor wir die Symptome, Ursachen und Möglichkeiten, sowie Möglichkeiten beleuchten, wie Sie sich selbst helfen können, wenn Sie sich nach der Geburt deprimiert fühlen, müssen wir feststellen, dass die Erfahrung des postnatalen “Baby-Blues” und die postnatale Depression nicht die gleichen Dinge sind. Die postnatale Depression wird auch als postpartale Depression (PPD) oder Wochenbett-Depression bezeichnet.
Eine postnatale Depression ist eine schwerere, langanhaltende Erkrankung, während die Symptome des Babyblues normalerweise zwei oder drei Tage nach der Entbindung beginnen und bis zu zwei Wochen andauern können.
Wenn Sie oder jemand den Sie kennen, mit einer postnatalen Depression zu kämpfen hat, erhalten Sie im folgenden Text alle notwendigen Informationen, die Ihnen helfen werden, diese Erkrankung zu verstehen und Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, sie zu behandeln.

Was ist eine postnatale Depression?

Die postnatale Depression ist ein kompliziertes Gefühl – eine emotionale, körperliche und verhaltensmäßige Verschiebung im täglichen Funktionieren einer Frau.
Es ist eine Form der Depression, die bei manchen Frauen innerhalb von 4 Wochen nach der Geburt beginnt. In Anbetracht der Tatsache, dass die postpartale Depression mit sozialen, psychologischen und chemischen Anpassungen verbunden ist, die im Körper der Frauen nach der Geburt passieren, wird dieser Zustand basierend auf der Länge der Zeit, die nach der Entbindung verstrichen ist, und der Schwere der Erkrankung diagnostiziert.
Der Prozentsatz der Frauen, die an einer postnatalen Depression leiden, ist in der Tat ziemlich hoch, und die effektivsten Möglichkeiten, sie zu behandeln, sind Medikamente und/oder Psychotherapie sowie Psychoedukation.

Was verursacht eine postpnatale Depression?

Auch wenn die genauen Ursachen unklar sind, gibt es eine Kombination von bestimmten Faktoren, die eine postpartale Depression auslösen können.

Die chemischen, sozialen und psychologischen Faktoren

Die erwähnten chemischen Anpassungen rühren von dem raschen Hormonabfall nach der Entbindung her, nachdem Östrogen und Progesteron, die weiblichen Fortpflanzungshormone, während der eigentlichen Schwangerschaft um das Zehnfache angestiegen sind. Diese Hormone fallen nach der Geburt stark ab, steigen aber 3 Tage nach der Entbindung wieder an.
Einige der anderen chemischen Faktoren sind ein niedriger Schilddrüsenhormonspiegel, zugrundeliegende medizinische Erkrankungen, Schlafentzug, Drogen- und Alkoholmissbrauch sowie eine unzureichende Ernährung.

Wenn es um soziale und psychologische Veränderungen geht, sind sie neben den chemischen meist am stärksten für die Erhöhung des Depressionsrisikos verantwortlich.
Da eine große Anzahl von frischgebackenen Müttern nach der Geburt den “Baby-Blues” erlebt, entwickelt eine von 10 von ihnen massivere Symptome, die zu einer ernsteren Erkrankung führen. Dies kann besonders häufig bei Frauen der Fall sein, die bereits Stimmungsstörungen erlebt haben, oder wenn diese Stimmungsstörungen in der Familie vorkommen.
Andere emotionale Auslöser können belastende Ereignisse in der Familie sein, wie der Tod eines geliebten Menschen, eine Scheidung, finanzielle Schwierigkeiten oder soziale Isolation.

Symptome der postpartalen Depression

Auch wenn die postnatale Depression anfangs mit dem Babyblues verwechselt werden kann, sind die Symptome der postschwangeren Depression weitaus schwerwiegender und halten viel länger an. In der Tat können diese Symptome, wenn sie fortgeschritten sind, Ihre Fähigkeit beeinträchtigen, sich um Ihr Neugeborenes zu kümmern und Ihren Alltag zu bewältigen.
Diese Symptome können vor, während oder nach der Geburt auftreten, und hier ist die Liste der häufigsten:
● Starke Stimmungsschwankungen oder allgemein gedrückte Stimmung
● Schwierigkeiten bei der Bindung zu Ihrem Neugeborenen
● Unruhezustände
● Hoffnungslosigkeit
● Unkontrolliertes Weinen
● Energieverlust und allgemeine Müdigkeit
● Schlaflosigkeit oder übermäßiges Schlafen
● Gefühle von Scham, Schuld oder Unzulänglichkeit in Ihrer neuen Rolle
● Vermindertes Interesse an Aktivitäten, die Ihnen früher Spaß gemacht haben
● Angstzustände und Panikattacken
● Appetitlosigkeit oder übermäßiges Essen
● Erhöhte Wut und Reizbarkeit
● Gedanken, sich oder Ihrem Baby etwas anzutun
● Rückzug von Familie und Freunden
● Selbstmordgedanken

Wenn diese Symptome nicht ernst genommen und nicht rechtzeitig behandelt werden, kann die Depression über Monate oder sogar länger anhalten.

Postpartale Depression – Risikofaktoren

Wie bereits erwähnt, können sehr viele frischgebackene Mütter an einer postnatalen Depression erkranken, allerdings gibt es bestimmte Risikofaktoren, die Ihre Chancen erhöhen können. Hier sind einige der häufigsten Risikofaktoren:

● Sie haben in Ihrer vorherigen Schwangerschaft eine postpartale Depression erlebt.
● Sie haben eine Vorgeschichte in Bezug auf Depressionen, oder Sie haben enge Familienmitglieder, die dies tun.
● Sie leiden unter einer bipolaren Störung.
● Ihr Baby hat gesundheitliche Probleme.
● Sie haben belastende Ereignisse wie Arbeitsplatzverlust, Scheidung oder den Verlust eines Familienmitglieds erlebt.
● Sie befinden sich in finanziellen Schwierigkeiten.
● Sie haben mehrere Geburten hinter sich.
● Sie haben kein starkes Unterstützungssystem.
● Ihre Schwangerschaft war ungeplant oder in irgendeiner Weise unerwünscht.

Behandlung der postschwangeren Depression

Eine Depression nach der Schwangerschaft wird je nach Symptomen unterschiedlich behandelt.

Die Behandlung kann den Einsatz von Medikamenten wie Antidepressiva, Psychotherapie oder Gruppentherapie beinhalten, die darauf abzielen, Ihr emotionales Gleichgewicht wiederherzustellen und Sie mehr über Ihren Zustand aufzuklären.
Wenn Sie jedoch stillen, dürfen Sie keine Medikamente gegen Depressionen einnehmen, bevor Sie mit Ihrem Arzt gesprochen haben.

Mögliche Komplikationen beim Ignorieren der Symptome einer postnatalen Depression

Wenn Sie sich aus irgendeinem Grund dafür entscheiden, die Symptome einer postnatalen Depression zu ignorieren, bedenken Sie, dass dies die Bindung zu Ihrem Baby und dem Rest Ihrer Familie beeinträchtigen kann.
Wenn Sie sie zu lange andauern lassen, kann sie eine schlimme Wendung nehmen und sich in eine chronische Störung verwandeln. Sie kann sich auch auf Ihren Partner und Ihre anderen Kinder auswirken und zu Schlafentzug, Unruhe und übermäßigem Weinen führen.

Können Sie etwas tun, um dies zu verhindern? Ja, das können Sie.

Wenn Sie eine bekannte Vorgeschichte von Depressionen haben, müssen Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen, sobald Sie schwanger werden, oder im Idealfall, wenn Sie planen, schwanger zu werden.
Ihr Arzt wird diesen Aspekt im Auge behalten, falls es welche gibt, und Ihnen Medikamente verschreiben, auch während Sie schwanger sind. Sobald Ihr Baby geboren ist, wird Ihr Arzt nach Symptomen einer postnatalen Depression suchen und eine entsprechende Behandlung empfehlen. Je früher Sie diagnostiziert werden, desto effektiver ist die Behandlung.
Was auch immer Sie tun, bleiben Sie nicht untätig und ignorieren Sie das Offensichtliche nicht. Unsere Plattform ist hier, um Sie mit Spezialisten und ausreichenden Richtlinien zu versorgen, wenn es darum geht, Ihr Problem zu erkennen. Also zögern Sie nicht, sich zu registrieren und in unser Selbsthilfe-Programm einzuschreiben.

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