Obwohl der Begriff des “Burnouts” heutzutage rege genutzt wird und bereits im Jahre 1974 das erste Mal von einer Fachperson (Herbert J. Freundenberger) verwendet wurde, wird Burnout erst ab dem Erscheinen des ICD-11, “Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme”, dem offiziellen Standardwerk für Spezialisten, als diagnostizierbares Syndrom gelten. D.h. konkret, dass Burnout aktuell keine anerkannte Krankheit darstellt. Dies liegt unter Anderem daran, dass es bisher zu keiner vollständigen Klärung der Haupt- und Nebensymptome, die im Falle eines Burnouts vorliegen müssen, kam. Auch fällt die Abgrenzung zur Depression sehr schwer, da die Symptome, über die die Patienten klagen, stark hieran erinnern, wie Sie hier im weiteren werden lesen können.

 

Die bisher bestehenden Definitionen von Burnout hat die WHO, die Weltgesundheitsorganisation, wie folgt aktualisiert und zusammengefasst: Grundlegende Voraussetzung ist der Zusammenhang der Symptomatik mit dem beruflichen Leben des Patienten; für andere Bereiche darf der Begriff “Burnout” also nicht verwendet werden. Chronischer Stress am Arbeitsplatz resultiere hierbei zu einer negativen Einstellung zum Job als auch zu geringerer Leistungskraft.

 

Demnach wird das Syndrom im ICD 11 drei Dimensionen erfassen:

 

1.) Ein Gefühl der Erschöpfung

2.) Eine zunehmende geistige Distanz oder negative Einstellung zum eigenen Job

3.) Ein verringertes berufliches Leistungsvermögen

 

Da das genannte Gefühl der Erschöpfung auch eins der Hauptsymptome einer Depression ist, wird es auf jeden Fall nötig sein, die beiden Störungsbilder durch eine Fachperson abklären zu lassen und gezielt auch die anderen Symptome einer Depression auszuschließen.

 

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