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Couple at the coast in winter- Pärchen am Strand im Winter

Winterdepression

Eine Depression ist eine ernste psychische Erkrankung, von der weltweit Millionen von Menschen betroffen sind. Bei vielen Menschen ist die Depression eine jahreszeitlich bedingte Störung, wobei sich die Symptome in den Wintermonaten verschlimmern. Solche Störungen werden als saisonal abhängige Erkrankungen (Seasonal Affective Disorders, SAD) bezeichnet.

Die Winterdepression ist eine Form der SAD, die mit dem Wechsel der Jahreszeiten zusammenhängt, der in der Regel im Herbst beginnt und sich bis in den Winter hinein fortsetzt. Die Symptome halten dabei mindestens 14 Tage lang durchgängig an. Laut Prof. Dr. Hegerl von der Deutschen Depressionshilfe leiden etwa 1–2 % der Bevölkerung an einer Winterdepression. Davon abzugrenzen sind Menschen, die während der Wintermonate ein Stimmungstief oder einen „Winterblues“ erleben: Die Symptome sind hier deutlich schwächer ausgeprägt und nicht durchgängig präsent. Ein Winterblues beeinträchtigt den Alltag der Betroffenen im Gegensatz zur Depression kaum bis gar nicht.

Man nimmt an, dass die Winterdepression durch Veränderungen im Gehalt bestimmter Gehirnchemikalien wie Serotonin und Melatonin ausgelöst wird, die durch das geringere Sonnenlicht in den Wintermonaten beeinflusst werden.

 

Winterdepression – Symptome

Zu den Symptomen der SAD können Gefühle der Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und ein Verlust des Interesses an Aktivitäten gehören, die man früher gerne gemacht hat. Weitere Symptome können Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, veränderte Appetit- und Schlafgewohnheiten sowie Gefühle der Wertlosigkeit oder Schuldgefühle sein. Diese Symptome können sich erheblich auf das tägliche Leben einer Person auswirken und es schwierig machen, zu arbeiten, zu studieren oder Beziehungen zu pflegen.

Selbsttest: Habe ich eine Depression?

Winterdepression – Was tun?

Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für eine SAD. Die am häufigsten angewandte Behandlung ist die Lichttherapie, bei der man sich jeden Tag eine bestimmte Zeit lang hellem Licht aussetzt. Es wird angenommen, dass die Lichttherapie den Serotoninspiegel im Gehirn erhöht, was zu einer Verbesserung der Stimmung und des Energieniveaus beitragen kann.

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit für eine Winterdepression ist die kognitive Verhaltenstherapie, die dazu beiträgt, negative Gedanken und Verhaltensweisen zu ändern. Auch Medikamente wie Antidepressiva können zur Regulierung der Gehirnchemikalien und zur Verbesserung der Stimmung beitragen.

Neben der Inanspruchnahme professioneller Hilfe gibt es Maßnahmen zur Selbsthilfe – sozusagen die Hausmittel gegen Winterdepression – um Symptome zu reduzieren.

  • Viel natürliches Licht– z. B. durch Aufenthalte in der Natur oder das Sitzen am Fenster 
  • Regelmäßige Bewegung– verbessert nachweislich die Stimmung und das Energieniveau
  • Entspannungstechniken – Yoga und Meditation schulen die Achtsamkeit und helfen, negative Gedanken zu reduzieren
  • Gesunde Ernährung – frische Lebensmittel sorgen für neue Energie, die Zubereitung ist eine schöne Beschäftigung für graue Tage
  • Ausreichend Schlaf
  • Verzicht auf Alkohol und Koffein 

 

Professionelle Hilfe

Es ist wichtig, daran zu denken, dass eine Depression eine behandelbare Erkrankung ist. Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, unter SAD-Symptomen leiden, ist es wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine qualifizierte Fachkraft für psychische Gesundheit kann dabei helfen, einen Behandlungsplan zu entwickeln, der auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Ein solcher Plan unterstützt Betroffene dabei, die Symptome zu bewältigen und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Ein schneller Weg zu professioneller Hilfe bei Winterdepression ist die digitale Psychotherapie. Sie klärt mit umfangreichem Wissen über die Erkrankung auf und vermittelt verschiedene Bewältigungstechniken.

Digitale Psychotherapie: jetzt informieren


Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Depressionen eine ernste psychische Erkrankung sind, die sich durch verschiedene, meist stark spürbare Symptome äußern kann. Die Winterdepression, eine saisonal abhängige Erkrankung (Seasonal Affective Disorder, SAD) ist eine Form der Depression, die mit dem Wechsel der Jahreszeiten zusammenhängt und in der Regel im Herbst beginnt und sich über mind. 2 Wochen bis in den Winter hinein fortsetzt. Die Ursachen der Winterdepression sind nicht vollständig geklärt, sie hängt jedoch wahrscheinlich mit einem niedrigeren Gehalt bestimmter Gehirnchemikalien zusammen, die durch das geringere Sonnenlicht in den Wintermonaten beeinflusst werden. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für eine Winterdepression, darunter Lichttherapie, kognitive Verhaltenstherapie und Medikamente, sowie Maßnahmen der Selbsthilfe. Es ist wichtig, daran zu denken, dass eine Depression eine behandelbare Erkrankung ist und dass es für diejenigen, die mit den Symptomen kämpfen, Hilfe gibt.


Depression therapieren – jetzt mehr erfahren
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Woman in winter

Noch Winterblues oder schon Depression?

Zwar werden die Begriffe „Winterblues“ und „Winterdepression“ oft synonym verwendet, doch meinen sie zwei verschiedene Zustände. Aufkommende Gefühle von Traurigkeit oder Müdigkeit kennen die meisten Menschen, wenn der goldene Herbst in die trübe Jahreszeit mit wenigen Sonnenstunden übergeht. Ein wenig melancholische Stimmung in Bezug auf das Ende eines vielleicht erlebnisreichen Sommers ist nicht ungewöhnlich. Lichtmangel, Weihnachtsstress und nasses Wetter tun ihr übrigens. Doch diese durch den Jahreszeitenwechsel ausgelösten, weit verbreiteten Gefühle, sind keineswegs mit einer Depression gleichzusetzen.

Die zwei großen Unterschiede zwischen Winterblues und Winterdepression sind die Dauer der Zustände sowie die Intensität der Symptome. Beim Winterblues oder einem saisonal bedingten Stimmungstief treten negative Gefühle schwankend auf und sind nicht den ganzen Tag bzw. über mehrere Tage durchgehend präsent. Die Winterdepression hingegen kommt mit Symptomen, die über mindestens 14 Tage durchgehend anhalten und in der Folge auch den Alltag stark beeinträchtigen können. Zudem sind Symptome bei einer Winterdepression deutlich stärker ausgeprägt als die Gefühle, die bei einem Winterblues auftreten können.

Zu den häufigsten Symptomen einer Winterdepression gehören:

  • Hoffnungslosigkeit
  • Schlafstörungen und Energiemangel
  • Heißhunger auf Kohlenhydrate und in der Folge Gewichtszunahme
  • Reizbarkeit oder Unruhe
  • Konzentrationsschwierigkeiten

 

Hilfe und Selbsthilfe

Obwohl sie sehr verschieden sind, gilt sowohl für den Winterblues als auch für die Winterdepression: sie müssen das Leben nicht kontrollieren, nur weil es draußen kalt und dunkel ist! Es gibt viele Möglichkeiten, negativen Emotionen und Energielosigkeit entgegenzuwirken. Gegen den Winterblues helfen bereits Maßnahmen wie:

  • Sich so oft wie möglich im Tageslicht/in der Natur aufhalten (auch wenn es kalt und bewölkt ist)
  • mit künstlichem Tageslicht nachhelfen, z. B. Tageslichtlampen
  • Bewegung und Entspannungstechniken
  • Schönen Hobbys nachgehen und Freunde oder Familie treffen

Eine Depression zu bewältigen, ist deutlich mühevoller – hier bedarf es in den meisten Fällen professioneller Unterstützung. Wenn du dich dafür interessierst, lies gern unseren Beitrag zum Thema Winterdepression.

Mehr über Winterdepression erfahren

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